Eltern suchtkranker Kinder

Eltern suchtkranker Kinder

Im bestehenden Hilfesystem ist eine wichtige Gruppe bislang deutlich unterrepräsentiert: die Eltern suchtkranker Kinder und Heranwachsende.

Gerade wenn junge Menschen bereits im Teenageralter eine Suchterkrankung entwickeln, stoßen Familien häufig auf hohe Hürden. Der Zugang zu zeitnaher, vorurteilsfreier Unterstützung ist schwierig, professionelle Hilfen greifen oft nicht ausreichend ineinander und die Selbsthilfe hält bislang nur wenige passgenaue Angebote für Eltern bereit.

Eltern sehen sich dabei mit besonderen Belastungen konfrontiert, die weder in klassischen Angehörigengruppen noch im Zusammenspiel von Sucht- und Jugendhilfe angemessen abgebildet werden. Zwischen dem hohen Gut des Kindeswohls und dem Recht auf Selbstbestimmung geraten Erziehungsberechtigte in schwierige Entscheidungssituationen und werden dabei häufig allein gelassen. Hinzu kommt, dass Hilfesysteme vielfach auf Volljährigkeit ausgerichtet sind und junge Betroffene wie auch ihre Familien in „toten Winkeln“ der Unterstützung verloren gehen.

Vor diesem Hintergrund starten wir ein Projekt, das Eltern suchtkranker Kinder gezielt in den Blick nimmt, Unterstützungsbedarfe sichtbar macht und neue Wege der Begleitung, Vernetzung und Selbsthilfe formulieren soll. Zum Start unserer Workshops möchten wir Sie herzlich einladen, gemeinsam mit uns in den Austausch zu kommen, Bedarfe zu diskutieren und erste Impulse für die weitere Zusammenarbeit zu setzen. Im Februar möchten wir dann gemeinsam mit den Interessierten an vier Wochenenden gezielt an den Themen arbeiten, die aus der Sicht der Eltern elementar für die Hilfen junger Menschen sind.

Gleichzeitig möchten wir auch eine Möglichkeit der Vernetzung und einen Informationsaustausch ermöglichen.

Termine werden sein:

  • Go-Live am 17. Januar 2026
  • vier Termine in Präsenz (07.02., 14.02., 21.02., 28.02.)

Den Weg zur Umfrage gibt es hier.